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Carina Witthöft im Interview mit tennisnet.com

Carina Witthöft spricht im Interview mit tennisnet.com über Ziele, Wegbegleiter und Gedanken junger Profis.

Carina Witthöft - TENNIS - WTABild: (c) Jürgen Hasenkopf

Carina Witthöft ist einer der aufgehenden Sterne im deutschen Damentennis. Mit ihren 19 Jahren konnte sie sich bereits für zwei Grand-Slam-Turniere qualifizieren - musste aber auch schon den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen. Mit tennisnet.com sprach sie über Ziele, Wegbegleiter und Gedanken junger Profis.

Die letzten Monate liefen bei dir nicht so gut. Beim 25.000er Turnier in Stuttgart ging es bis ins Finale. War das ein emotionaler Befreiungsschlag?

Sowohl das Finale in Stuttgart als auch das Halbfinale in Versmold haben mir Auftrieb gegeben. Ich habe in den letzten Wochen richtig gutes Tennis gespielt. Die Auftritte zuvor verliefen eher mittelmäßig für mich, daher taten mir die beiden erfolgreicheren Auftritte gut. In Stuttgart habe ich die ersten drei Runden gut gespielt und konnte jeweils in zwei Sätzen gewinnen. Besonders gefreut habe ich mich aber über das Halbfinale, als ich Mandy Minella geschlagen habe. Ich habe bei den Australian Open gegen sie verloren und mir in Stuttgart vorgenommen, gegen sie zu gewinnen - das hat dann auch geklappt. In Versmold war die Konkurrenz noch etwas stärker und ich war über meinen Einzug in das Halbfinale, so gerne ich auch das Finale gespielt hätte, zufrieden.

Auch letztes Jahr lief es nicht so gut. Du hast knapp vier Wochen pausiert. Wie hast du dich da wieder rausgezogen?

Ich denke, es ist zu Beginn einer Karriere ganz normal, dass man Auf und Abs durchlebt. In dieser Phase habe ich auch viel mit meinen Eltern und Freunden gesprochen - alle haben mir Mut zugesprochen und mich gut beraten. Und auch ich selbst habe in der Zeit, in der ich nicht gespielt habe, schnell gemerkt, dass mir der Sport einfach fehlt. Daher habe ich nach nur einem Monat wieder zum Schläger gegriffen. Ich bin schließlich erst am Anfang meiner Karriere und möchte noch vieles erreichen und bin dafür jetzt auf dem richtigen Weg.

Neben der Psyche spielt auch die Physis eine große Rolle. Schwebt eine mögliche Verletzung in deinem Hinterkopf herum?

Ich bin zum Glück nicht so verletzungsanfällig. Höchstens mal eine Verhärtung oder eine kleine Zerrung. Ich mache aber auch viel Fitness und Konditionstraining, achte zudem sehr auf meine Ernährung, um Verletzungen so gut es geht vorzubeugen.

Im deutschen Damentennis geht es steil bergauf. Das ist sicherlich auch ein Verdienst von Barbara Rittner, die dich auch bei den Australien Open betreut hat. Wie ist dein Verhältnis zu ihr?

Wir verstehen uns sehr gut. Sie ist eine sehr erfahrene und wichtige Ansprechpartnerin, was Training und Tennis im Allgemeinen angeht. Das deutsche Damentennis hat Barbara Rittner viel zu verdanken.

Sport ist Weiterentwicklung. Woran arbeitest du grade?

Momentan liegt mein Schwerpunkt auf dem variablen Spiel. Slice, Winkel, mal hoch und volles Brett. Vor allem arbeite ich an meinem Winkel und meiner Beinarbeit.

Wo soll dich das hinführen? Wo willst du am Ende des Jahres stehen?

Ich plane nicht zwingend bis zum Saisonende. Ich möchte in naher Zukunft an die Top 100 ran, aber das muss nicht bis zum Jahresende geschehen sein. Das kann auch Anfang nächsten Jahres sein - schaffen möchte ich es auf jeden Fall.

Ein Grand Slam steht dieses Jahr noch an. Bist du dabei?

Ja klar, ich spiele die Quali in New York. Letztes Jahr habe ich in der ersten Runde verloren. Dieses Jahr soll es definitiv weiter gehen. Ich freue mich sehr darauf!

Blenden wir die kurzfristigen Ziele aus: Wo soll der Weg noch hingehen?

Ich bin noch jung und habe hoffentlich noch viele Jahre vor mir, um meine Ziele zu erreichen. Es irgendwann in die Top 10 zu schaffen, wäre natürlich eine großartige Sache! Aber dafür muss ich zunächst in kleineren Etappen planen und von Schritt zu Schritt denken. Wenn ich gut trainiere, diszipliniert bleibe und erfolgreich spiele, dann verbessere ich mich automatisch in der Weltrangliste.

Das Gespräch führte Dominique Möller-Alexandru.