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Carina Witthöft spielte Trainerguru Nick Bollettieri vor

Hamburger Abendblatt vom 5. Februar 2011

Deutschlands größtes Tennistalent ist auf dem Weg zum Profi. In Florida soll sich die 15-Jährige den Feinschliff für die WTA-Tour holen.

Hamburg. Ausschlafen? Party mit den Schulfreundinnen? Für Carina Witthöft ist das auch an diesem Wochenende kein Thema. Die 15-Jährige ist in ihrer Altersklasse Deutschlands größtes Tennistalent, und deshalb ist ihre Anwesenheit beim Europe Winter Cup der U-16-Juniorinnen in Brest, wo sie mit Anna-Maria Levers (Niederrhein) und Sonja Larsen (Niedersachsen) für Deutschland antritt, erwünscht. Möglicherweise wird die Stadt im Nordwesten Frankreichs eine noch stärkere Carina Witthöft erleben, denn die Blondine hat eine Erfahrung hinter sich, die bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Auf Einladung des Vermarktungs-Giganten IMG weilte sie mit ihrem Vater Kai Witthöft, der im Hamburger Osten zwei Tennisschulen betreibt, vom 6. bis 20. Januar in Bradenton (US-Bundesstaat Florida) erstmals an der weltberühmten Nick Bollettieri Academy. Diese war 1987 in IMG-Besitz übergegangen. Doch Trainerguru Bollettieri, der Weltstars wie Andre Agassi oder Monica Seles aufgebaut hat, ist trotz seines Alters von 79 Jahren dauerpräsent. "Fünfmal pro Woche leitet er morgens um sechs die erste Einheit. Er ist der Erste, der kommt, und der Letzte, der geht", sagt Kai Witthöft.

Der Kontakt zu IMG war über Carinas Ausrüster Nike zustande gekommen. Auf eine Anfrage von IMG-Tennischef Olivier van Lindonk, man wolle Carina kennenlernen, reagierte Kai Witthöft vorsichtig. Spielerinnen von Carinas Klasse haben im U-16-Bereich meist ein Management, sie spielen bei den weltgrößten Jugendturnieren und sind den Scouts der großen Agenturen bekannt. Da die Witthöfts großen Wert auf die schulische Ausbildung legen, fiel Carina bislang durch diese Raster.

Das dürfte sich nun ändern. Bereits am ersten Tag habe sich Bollettieri 20 Minuten lang vorspielen lassen. Sämtliche Cheftrainer und IMG-Tennischefs wurden ebenfalls zum Zuschauen gebeten. Trotz großer Aufregung überzeugte die Schülerin. Von da an trainierte sie im Status eines Profis, erhielt einen persönlichen Coach, der von 8 Uhr morgens bis 16.30 Uhr nicht von ihrer Seite wich. "Carina hat zum ersten Mal gelernt, wie man sich professionell aufwärmt und ausdehnt. Das setzt sie jetzt jeden Tag um", sagt Kai Witthöft. Zudem habe sie beim Erlaufen der Bälle eine bessere Schritt-Technik erworben.